Zuhause gesucht
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Hunde, die nach einiger Zeit des Aufenthalts psychisch genügend stabilisiert sind und sich als Familienhunde eignen, werden an entsprechend passende Menschen weitergegeben. Dies geschieht schweren Herzens, aber sonst gäbe es keine Möglichkeit, andere notleidende Tiere nachrücken zu lassen.
Bei der Vermittlung wird soweit als möglich angestrebt, dass Interessenten und Hunde sich bei uns auf dem Tierschutzhof kennenlernen. Dies ist wichtig, damit der Hund ein erstes Vertrauen fassen und ohne erneute Traumatisierung und ohne Verlassensängste in sein neues Heim überwechseln kann. Aber auch für den potentiellen Besitzer erscheint es uns wichtig, dass er in Ruhe prüfen kann, für welchen Gesellen er da auf Jahre die Verantwortung übernimmt.
Für diesen ersten Kontakt bieten sich Spaziergänge in der hier noch sehr ursprünglichen Natur an, und geradezu ideal ist es, wenn der Besuch auf dem Hof über Nacht ausgedehnt werden und dem Kennenlernen ausreichend Zeit gegeben werden können.
Zwei Zimmer stehen für diesen Zweck zur Verfügung, die mit Verpflegung zum Selbstkostenpreis von 8 Euro pro Person / Übernachtung angeboten werden. Auch andere am Tierschutz interessierte Personen sind ebenfalls herzlich eingeladen, wobei im Sommer auch gerne im Heu übernachtet oder gezeltet werden kann.
Bei Übereignung eines Hundes wird ein Schutzvertrag abgeschlossen und eine Schutzgebühr von 100-125 Euro erhoben. Dies ist erforderlich, da die Tiere nach tierärztlicher Untersuchung kastriert, geimpft, mit einem Chip versehen und entparasitiert sind. Ausschließlich alle für die Vermittlung angebotenen Tiere sind gesund, eventuelle Behinderungen sind angegeben. Dennoch kann ich keine Garantie für später eventuell auftretende Krankheiten geben, ebenso wenig wie andere Tierschutzeinrichtungen auch.
Die Voraussetzungen, die der neue Besitzer mitbringen sollte, sind individuell auf den jeweiligen Hund abgestimmt und bei der Hundegalerie entsprechend aufgeführt, falls dies erforderlich erscheint. Unabdingbar sind neben ausreichender Zeit, die Bereitschaft zu liebevollem Umgang mit dem Tier, ausreichende Bewegung und Sozialkontakte zu Mensch und Artgenossen sowie das Vertrauen der Hofbetreiberin zum Interessenten, soweit es die Tierhaltung betrifft.
Im Schutzvertrag enthalten wird sein, dass jeder Hund wieder zu mir zurückkommen muss, falls es einmal aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich sein wird, dass er bei seinem neuen Besitzer bleibt.
Und das sind die Hunde, die ein schönes Zuhause suchen:
Fenny
Diese zierliche Hündin ist so lieb und treu und unkompliziert, wie eine Hündin nur sein kann. Sie dürfte so acht bis zehn Jahre alt sein, ist ca 43 cm hoch, kastriert und stubenrein. Fenny ist verträglich mit Hunden. Katzen ignoriert sie, nur wenn diese zu nah an ihr vorbeikommen, versucht sie sie zu verjagen, es macht den Eindruck, als habe sie Angst vor Katzen.
Fenny liebt Spaziergänge in der freien Natur und bleibt schön in der Nähe ihres Begleiters. Sie bleibt stundenweise alleine, möchte aber natürlich lieber immer dabeisein und sollte nicht allzu viel alleine sein.
Mathilde
Mathilde konnte ich trotz meines selbstverhängten Aufnahmestopps nicht am Tierheimzwingerzaun kleben lassen, es ging einfach nicht. Ich war nach Gorzow gefahren, um Agatek abzuholen, der den meisten bekannt sein dürfte. Gegenüber vom Büro war Mathilde vor lauter Sehnsucht nach Mensch geradezu am Zaun festgewachsen, so dicht saß sie an ihn gedrängt, damit sie nur ja gesehen und Kontakt haben würde.
Mathilde will uns nicht so richtig verraten, wer ihre Eltern waren, der Verdacht liegt nahe, daß ein Verwandter des Schäferhunds und ein Dackel mitgemischt haben. Jedenfalls verleiht ihr das ein gar originelles Outfit und vom Wesen her hat sich der Schäfer genügend durchgestzt, um Mathilde zu einer Hündin heranwachsen zu lassen, der der Gehorsam nicht allzu schwer fällt.
Die Hündin ist 40 cm hoch, kastriert, ca 5 bis 6 Jahre alt, sehr verträglich mit Hunden, aber leider nicht allzu freundlich zu Katzen.
Kania
Eigentlich sollten solche frechen Gesichter verboten werden, aber dafür kann Kania ja nun mal nichts. Die ca 10jährige Schnauzerhündin ist kastriert, ca 25 cm hoch, und mit Hunden und Katzen verträglich, ohne diese besonders zu mögen. Menschen sind ihr das wesentlich lieber, zum Streicheln, Dosen öffnen und für Spaziergänge, da kann man sie überall individuell einsetzen und nutznießen. Hätte man eine böse Zunge, so könnte man behaupten, Kania sei eine Despotin. Wir haben hier aber keine bösen Zungen und so einigen wir uns darauf, Kania als menschenfreundlich und anhänglich zu beschreiben. Ihr Mensch muß bitteschön immer zur Verfügung stehen, immer auf Sichtweite bleiben, darf nie hinter irgendwelchen Türen verschwinden, die sich dann zwischen ihm und Kania schließen und ihn ihrer Kontrolle entziehen. Das macht ihr Angst und Unbehagenn und dann muß sie leider bellen, bis das Objekt ihrer Begierde wieder in ihr Blickfeld kommt.
Tschuetta
Tschuetta hat schon mehrere Stationen in ihrem Leben hinter sich, die darauf hinweisen, daß ihr Leben nicht allzu rosig war. Aber sie mag Menschen und sucht den Kontakt zu ihnen, wenn auch zunächst zurückhaltend. Doch wenn sie Vertrauen gefaßt hat, kommt sie gern und nimmt auch sehr gern den Platz auf dem Sofa neben ihrem Menschen ein.
Tschuetta ist ca 60 cm hoch, 8 bis 9 Jahre alt und kastriert. Sie ist keine Wachhündin, jedoch durchaus in dem Sinne wachsam, daß sie Besucher und Eindringlinge meldet. Mit Hunden ist sie gut verträglich, Katzen sind nicht allzu interessant, aber im Garten würde sie bestimmt auch mal in die Versuchung kommen, ein bißchen zu zeigen, wer die Herrin im Hause ist.
Rysia
Rysia ist eine Hündin, deren Alter sich vermutlich zwischen 9 und 11 Jahren befindet. Sie ist eine ausgesprochen ruhige Hündin, deren Leben vor dem Tierheim vermutlich in einem Vorgärtchen stattfand, denn genau dort möchte sie bei mir jetzt tagsüber sein. Nachts kommt sie freiwillig ins Haus.
Ich gehe aber davon aus, daß es hier auf dem Hof auch mit der Rudelgröße zusammenhängt und daß Rysia, wenn sie irgendwo Einzelhund sein darf oder sonst nur noch ein oder zwei Hunde da sind, auch gerne mit im Haus lebt und sich wohl auch an Spaziergänge gewöhnen läßt.Rysia ist zurückhaltend, wird aber trotzdem gern gestreichelt und beachtet und auch da gehe ich davon aus, daß sie im kleineren Haushalt sehr viel anhänglicher wird. Vermutlich ist sie nie besonders beachtet worden und kennt das gar nicht.
Wuschel
Diese wunderschöne Hündin ist ca 10 Jahre alt, kastriert und verträglich mit Hunden und Katzen.
Auf früheren Spaziergängen neigte Wuschel sehr zum Jagen, deswegen mußte sie sich damit begnügen, auf dem Grundstück zu bleiben, denn Leinen mochte sie so gar nicht. Spaziergänge in der jüngsten Vergangenheit zeigten aber, daß Wuschel im Alter nun doch zuverlässiger geworden ist, sie bleibt in der Nähe ihres Menschen und kommtauf Abruf. Vor diesem Huntergrund wäre es zu schön, wenn nun auch Wuschel doch noch ihr eigenes Zuhause finden würde, wo sie mehr Zuwendung bekommt, als dies hier möglich ist und auch viele Spaziergänge, die ihr mehr bieten als wohlvertraute 2,5 ha.
Wuschel bleibt problemlos auch mal alleine zu Hause, sollte aber nicht zu viel alleine sein.
Name: Joy
Geschlecht: weiblich - Alter: 5 Jahre - Größe: 62 cm
Charakter: Joy genießt ihr neues Leben in vollen Zügen, man sieht es deutlich an ihrem herrlichen Lachen. Sie ist voller Energie, spielt
sehr schön mit den anderen Hunden, liebt das Wasser und die Menschen.
Joy hat keinerlei Erziehung genossen, sie sollte ein paar grundlegende Dinge lernen. Sie kommt aber auch so schon gerne zu ihrem Menschen, wenn er sie ruft und gehört eher zu den problemlosen Naturen.
Joy betrachtet es als ihre Aufgabe, ihre Leine zu bewachen, wenn man diese am Halsband befestigt und das andere Ende vor sie legt. Joy bleibt auch stundenweise alleine zu Hause.
Katzen: Joy scheint sich nicht für Katzen zu interessieren.
Schicksal: Die Hündin hat bereits drei von ihren fünf Jahren im
Tierheim Wrzesni zugebracht. Sie hatte eine Krebsgeschwulst am
Brustkorb, die jetzt entfernt wurde und sich als eine Krebsart
herausstellte, die nicht streut, ihre Blutergebnisse waren ohne
Beanstandung.
Beschreibung des Tierheimes:
Die fünfjährige Joy hat bereits drei Jahre ihres Lebens im Tierheim Wrzesni zugebracht, in welchem die Tiere nicht gut versorgt werden.
Sie hatte eine Krebsgeschwulst am Brustkorb, eine Krebsart, die nicht streut. Diese Geschwulst wurde gleich nach Joys Ankunft auf dem Hof entfernt, die Narbe ist bereits gut verheilt.
Joy genießt ihr neues Leben sehr. Sie ist voller Energie, spielt sehr schön mit den anderen Hunden, liebt das Wasser und die Menschen.
Joy hat keinerlei Erziehung genossen und sollte ein paar grundlegende Dinge lernen.
Sznieszinka,
das bedeutet Schneeflöckchen, tobt gern und ausgiebig auf der Wiese, genießt Spaziergänge und die Bewegung und mag mittlerweile auch den Kontakt zum Menschen. Zwar ist sie noch vorsichtig und erlaubt bei Weitem nicht alles, aber Streicheln und Kraulen läßt sie nur zu gern zu und genießt es sichtlich. Sznieszinka war viele Jahre im Tierheim in Boguszyce und war sehr von diesen vermutlich oft gewaltsamen Bedingungen geprägt. In den ersten Wochen war es gar nicht möglich, sie zu streicheln, nur eine von Hand zu Maul Fütterung machten den Zugang zu ihr möglich, denn Fressen tut Sznieszinka für ihr Leben gern. Entsprechend war sie auch kugelrund, aber nun hat sie schon schön abgenommen und bei entsprechender Ernährung wird sie bald schlank sein.
Für die Hündin wäre es wichtig, wenn sie einen Garten hätte, von dem aus sie ungefährdet ihre Spaziergänge unternehmen kann und sich von dort aus in der Umgebung orientiert.
Ein Einzelplatz oder mit nur ein, zwei Hunden bei lieben Menschen, das wäre d a s Traumplätzchen für diese kleine weiße Maus und ich wünsche ihr sehr, daß sie Menschen mit Geduld findet, die ihr Zeit geben, vollends zu sich zu kommen.
Sznieszinka ist ca 8 - 10 Jahre alt, kastriert und knapp 40 cm hoch.
Balbinek
Dieser hübsche kleine Pudelmann ist zunächst ein bißchen schüchtern, aber einmal aufgetaut ist er dann munter mit dabei. Seine angenehme Zurückhaltung und sein Charme, vereint mit dem hübschen Gesichtchen müßten es doch eigentlich möglich machen, daß Balbinek doch noch mal ein richtiges Zuhause bekommt, wo er Zuwendung, Zeit und Liebe erfährt.
Der kleine Bursche dürfte so etwa 9 Jahre alt sein, er ist kastriert und mit Hunden und Katzen verträglich.
Konik
Dieser sieben bis achtjährge, 66 cm hohe Schäferhundrüde ist vermutlich eine der ärmsten Kreaturen, die mir je begegnet sind. Er kam Mitte August 2010 Jahres auf den Hof, abgemagert bis auf die Knochen, recht verunsichert und rangniedrig und unendlich sanft und lieb. Mein Verdacht ist, daß er als Zuchtrüde in schlechter Haltung jahrelang mißbraucht und dann, als er schwach war, weggeworfen wurde. Er kommt mit Hunden und Katzen problemlos zurecht, auch das große Rudel verkraftet er, aber es wäre so hilfreich für Konik, wenn ein oder zwei ruhige Menschen ihm ein eigenes Zuhause geben würden.
Konik hat einen vermutlich genetischen Defekt im Kleinhirn, der sich auf seine Gangart auswirkt. Er läuft wie ein Pferdchen, welches dressiert wurde, mit weit ausladenden Bewegungen. Das läßt ihn sehr elegant aussehen und tut ihm ganz bestimmt nicht weh. Konik - der Name bedeutet übrigens Pferdchen, damit auch alles schön zusammenpaßt.![]()
Niki
Und noch ein Schäferhund, aber in weiblicher Variante. Niki ist wohl das, was man eine Traumhündin nennen könnte. Selbstbewußt, sehr menschenbezogen, ein wunderbarer Begleithund ohne Jagd- und Schutztrieb und sehr gut leinenführig. Niki akzeptiert mittlerweile Katzen und kommt problemlos im Rudel zurecht.
Die Hündin ist etwa 9 Jahre alt, sehr mobil und freudig dabei,kastriert
Bonszusz
Ein Herzchen aus reinem Gold, einfach nur lieb und herzlich. Bonszusz ist ca. sieben oder acht Jahre alt, 38 cm hoch, kastriert, verträglich mit allen Hunden und liebt Menschen über alles. Sie geht wunderschön mit spazieren und achtet darauf, ihren Menschen nicht aus den Augen zu verlieren, sie ist völlig unkompliziert, eine klassische Anfängerhündin. Nur Katzen mag sie nicht, die jagt sie, wo sie sie nur trifft, wobei ich nicht mal glaube, daß sie ihnen wirklich etwas tun würde.
Sally
wohl kein Mensch weiß, welche Rassen sich da vereint haben mögen. Sally ist anfangs vorsichtig und zurückhaltend. Wenn sie aber auftaut, dann ist sie verspielt und munter und furchtbar gerne bei Spaziergängen dabei. Mit Schmusen ist sie bisher zurückhaltend, aber ich könnte mir vorstellen, daß sie im ruhigen Familienhaushalt wesentlich zugänglicher sein wird, als hier im großen Rudel.
Sally ist kastriert und dürfte so um die sechs Jahre alt sein, ca 45 cm groß und verträglich mit Hündinnen und Rüden. Hier wurde bisher nicht beobachtet, daß sie Katzen jagt.
Sara
Die imposante Sara hat es in sich. Sie ist Wachhund und Schmusetier zugleich. Natürlich meldet sie als gute Kaukasin jeden Eindringling, stellt er sich aber als guter Bekannter der Familie heraus, wird er sofort akzeptiert und hereingelassen. Niemals würde sie beißen, nur weil jemand mit Berührung begrüßt wird, das kennt und akteptiert sie völlig. Die kastrierte Sara ist ca sechs Jahre alt, fährt problemlos mit dem Auto mit und akzeptiert Rüden und Hündinnen. Sie guckt zwar nach den Katzen und würde sie eventuell auch gerne mal jagen, aber irgendwie scheint sich das für sie nicht zu lohnen. Sara hat eine leichte Arthrose in den Vorderbeinen, die ist aber mit einem Arthrosespezialfutter gut im Griff und schon sehr schön verbessert.
Kaja

und Luka

Luka ist ein Terriermischling, Höhe 43 cm, geb. Februar 2000, Kaja hat ebenfalls den Terrier in sich, ist aber nur 38 cm hoch. Sie ist ein halbes Jahr jünger als Luka.
Beider Spezialität ist es, in mindest gleichem Maße lieb, wie frech zu sein. Sie lieben es, auf Menschenschößen zu kuscheln, und sich derweil den Bauch kraulen zu lassen. Sie können ohne Weiteres im Gelände frei herumlaufen, jagen zwar etwas, kommen aber bald zurück. Die Hündinnen kennen und mögen Kinder, Artgenossen und Katzen, fahren gerne Auto und wollen natürlich möglichst oft mitgenommen werden.
Sie bleiben aber auch stundenweise alleine zu Hause.
Luka und Kaja leben zusammen, seit Kaja etwa einjährig zu uns kam. Sie hatte zuvor ein halbes Jahr bei uns im Dorf auf der Straße gelebt und war völlig auf sich gestellt gewesen. Die beiden Hündinnen freundeten sich schnell an und beziehen sich auch jetzt noch stark aufeinander. Sie müssen aber nicht gemeinsam vermittelt werden.