Perspektive / Helfer und Mitstreiter / Besucher
Eine Verstärkung wäre schön
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Tierschutzhof sucht dauerhafte Mitstreiter

Ich würde es sehr schön und auch hilfreich finden, wenn es ein bis drei Menschen gäbe, die zunächst auf Probe zeitweise und später ganz auf dem Hof mitwohnen und arbeiten würden.

Ich stelle mir dabei eine Mischung aus Wohn- und Tierschutzprojekt vor, auf dem jeder seine Unabhängigkeit und Freiheit weitestgehend behalten könnte, da bei Abwesenheit des Einen die jeweils Anderen auf dem Hof die Versorgung der Tiere gewährleisten würden. So bliebe für jeden genügend Zeit zum Schreiben, Handwerkern, Schweißen, Töpfern, Malen, Reisen...

Mit ausdauernden Mitstreitern ließen sich dann bei Interesse vielleicht gemeinsam solche Projekte umsetzen wie

Töpferofen-/Rakuofenbau, Kräuterspirale, Lebendzaun, Erdkeller, biologischer Klärteich, Landart... und bestimmt würde uns noch einiges mehr einfallen. Auch gegen die Einrichtung von Seminarräume, den Anbau alter Obstsorten oder die Haltung und Betreuung anderer Tierarten spricht hier nichts, wenn die entsprechenden Voraussetzungen mitgebracht werden. Es ist so vieles möglich und im Bedarfsfall könnte noch Land dazugepachtet werden.

Interessenten sollten für ihren eigenen Lebensunterhalt aufkommen können. Vermutlich kommen also Frührentner am ehesten in Betracht, oder auch Menschen, die vom Computer aus ihre Arbeit erledigen können oder andere Freischaffende.

Niemand muß Miete zahlen, aber darüber hinaus anfallende Kosten müssten schon selbst übernommen werden, ich kann niemanden bezahlen, dafür reicht meine Frührente nicht. 

Solltest du Interesse haben, wäre es schön, wenn du dich meldest. Aber auch, wenn du nur jemanden kennst, der dafür in Frage käme, würde ich mich freuen, wenn du ihm von meiner Suche nach Mitstreitern berichten würdest.

Tausche Urlaubsdomizil gegen Mithilfe

Da ich nicht in der finanziellen Situation bin, mir bezahlte Helfer für die Tiere leisten zu können, habe ich mir diese Möglichkeit ausgedacht.

Selbst wenn jemand sich für nur zwei bis vier Wochen vorstellen könnte, diese Zeit auf dem Land und mit Tieren zu verbringen und sich dabei für diesen Hof entscheidet, so wäre dies schon Bereicherung und deutliche Entlastung.

Bei dieser Version könnte eine Art Tausch stattfinden. Ein Tierfreund mit ausreichender Lust und Verantwortungsbewußtsein arbeitet sich ein und übernimmt für ein bis ? Wochen die Versorgung der Tiere, während ich in Urlaub fahren oder eine Fortbildung machen könnte. Und er oder sie kann dafür zu anderer Zeit den Hof als Urlaubsdomizil nutzen.

Aber es geht mir gar nicht in erster Linie darum, Urlaub machen zu können, wobei mir auch das nicht unwichtig ist.

Viel wichtiger aber ist mir, daß damit die Hoffnung verbunden ist, Menschen zu finden, von denen sich einer oder zwei mittelfristig zutrauen, auch mal einzuspringen, falls ich mal in ein Krankenhaus muß und zu diesem Zeitpunkt den Hof noch alleinverantwortlich versorge. Dieser Stand aber muß sich entwickeln, muß langsam gemeinsam erarbeitet werden und die Bereitschaft dazu ist nicht Voraussetzung. Ganz unanhängig davon ist jede Hilfe willkommen und niemand wird überfordert werden. Ich will damit lediglich aufzeigen, daß dies eine Sorge von mir ist und ich gerne früh genug die Weichen dafür stellen möchte, daß meine Tiere im Krankheitsfall nicht zurück ins Elend müssen.

Vielleicht ist es an dieser Stelle nicht unwichtig zu erklären, daß es eine gut eingearbeitete Hilfe beim Putzen gibt. Niemand wird gebeten, unliebsame Arbeiten zu übernehmen, jeder entscheidet völlig frei, welche Dinge er/sie tun möchte.Es bleibt jedem ausreichend viel Zeit für eigene Belange.

Außerdem sind einige Nachbarn mit dem Hof und den Hunden gut vertraut, sodaß in Zeiten, in denen ich selbst dann vielleicht abwesend wäre, immer jemand in der Nähe wäre, der sich auskennt und bereit wäre, zu helfen. Ich will damit Mut machen, ich selbst kam vor neun Jahren nach Polen, ohne die Sprache zu beherrschen. Ich kann mich gut in die Bedenken hineinversetzen, die mit einem fremden Land, einer fremden Sprache verbunden sind. Ich habe damals oft die Erfahrung gemacht, daß die Nachbarn hilfsbereit sind und ein Zeigen, Aufmalen, Gestikulieren genügt, um Hilfe zu bekommen.

Außerdem leben wir im Zeitalter des Funktelefons und ich werde jederzeit gut zu erreichen sein.

Ich freue mich immer darüber, wenn ein interessierter Mensch einfach einen Termin vereinbart,unverbindlich vorbeikommt und sich ein Bild macht von dem, was er hier vorfindet.

Dies ist wohl jetzt der Moment, in welchem das leidige Thema Geld angesprochen werden muß.

Nach einigen Gesprächen mit Freunden und Besuchern hat es sich so eingespielt, daß jeder (Ausnahmen bestätigen die Regel. Dazu bitte weiter unten lesen) an jedem Tag, den er hier verbringt, etwa 7 oder 8 Euro in eine Kasse einzahlt. Dieser Betrag deckt dann alle Getränke und das Essen ab, sowie anteilig alle Energiekosten (Gas, Wasser, Strom), die verbraucht werden. Dies gilt für die Zeit, wo wir gemeinsam auf dem Hof sind. Für die Zeit, in der ich nicht da bin und vertreten werde und ebenso für die Einarbeitungszeit, bezahle ich für einen Menschen diese Ausgaben und natürlich auch die Putzhilfe weiter. Der oben genannte Betrag ist lediglich ein Richtwert für den "normalen" Verbraucher. Wenn jemand wenig verbraucht, zahlt er natürlich entsprechend weniger.

Zum Abschluß nochmal ausdrücklich: Ich möchte an keinem von Euch etwas verdienen. Es handelt sich lediglich um einen Selbstkostenanteil und wenn Ihr Euch bei dieser Regelung übervorteilt fühlt, weil Ihr wenig verbraucht, dann können wir auch gerne darüber sprechen. Und die Menschen, die mich dann letztlich wirklich vertreten, werden sowieso nochmal mit mir gemeinsam überlegen, wie wir uns gut einigen können.

Die Ausnahmen

Gerade junge Leute, aber auch andere Menschen sind selbst in der Situation, das sie den Selbstkostenanteil nicht tragen können, aber durchaus Lust haben, täglich mehrere Stunden auf dem Hof zu arbeiten. In diesem Falle könnte ein Modell praktiziert werden, wie es im Ökohofbereich Schule macht. Fünf bis sechs Stunden Mithilfe gegen freise Kost und Logis.

Hier nochmal in Kurzform, was Dich hier erwartet:

  • 40 neugierige Hunde, die ganz offensichtlich gerne Besuch bekommen
  • wunderschöne Natur rundherum
  • ein Haus mit fast allen Schikanen der Technik, samt Internetanschluß, naja, eben nur fast, bitte erwartet nicht zu viel.
  • Genügend Möglichkeiten zum Schlafen
  • viel Raum zum Malen, Werkeln Töpfern....
  • jede Menge Möglichkeiten, Dich mit den Tieren zu beschäftigen
  • und mindestens genausoviele, andere Dinge zu tun

    Und solltest Du Dich vertraut genug fühlen, eine Vertretung zu übernehmen, dann
  • fütterst Du die Tiere
  • pflegst Du Felle und Ohren
  • übernimmst Du die Spaziergänge aufs Feld
  • und natürlich auch das Kraulen der Ohren und Öhrchen 

    Aber
  • Du mußt nicht putzen, Ställe saubermachen, Säcke mit Futter rankarren.......Und so wird Dir noch eine Menge Zeit für Dich bleiben. Denn der einzige Grund dafür, das eine Vertretung gebraucht wird, ist der, daß die Tiere gut versorgt sind und sich wohlfühlen, wenn ich mal nicht da bin.