Siehe auch: Verein und  Stiftung   ( polnische HP in deutscher Übersetzung mit dem Namen "Freunde von Vierpfoten").

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21.2.

Gestern früh fand ich den alten Agatek leblos in seinem Bettchen vor, er lag so entspannt da, daß er friedlich im Schlaf gestorben sein muß. Agatek, du warst mir ein lieber Mitbewohner, ich hätte dich gern länger bei mir gehabt. Mach's gut, alter Freund.

19.2.

Auf meine Nachfrage hin hat Justyna mir mal einen Überblick gegeben über die Aufgabenbereiche, welche sie im Rahmen unserer polnischen Stiftung (Stiftung) als Erste Vorsitzende erfüllen muß.

Aber erstmal für die, die den Zusammenhang zwischen unserem Verein "Freunde von Vierpfoten" und der genannten Stiftung noch nicht kennen, ein kurzer Einblick.

Justyna ist seit nunmehr gut vier Jahren in Rokitno meine Nachbarin und dem Tierschutz sehr zugetan. Als ich ihr erzählte, daß wir zur Zeit gerade in Deutschland einen Verein gründen, um hier in Polen sinnvoller und gezielter helfen und vor allem kastrieren zu können, reagierte sie prompt und regte an, daß wir parallel eine Stiftung gründen sollten, um auch von polnischer Seite her aktiv werden zu können.

Diese Aufgabe nahm und nimmt sie sehr ernst und so kamen im Laufe der Jahre mehr und mehr Kontakte zu anderen Organisationen und Tierschützen und damit mehr Aufgaben hinzu.

-   Justyna machte eine Schulung zur Inspektorin, sodaß sie selbst Kontrollen vornehmen kann, wenn Meldungen über schlecht gehaltene Tiere angezeigt werden

-    es erfordert einen immens hohen Zeitaufwand, in Polen bei Gericht die Genehmigung zu erhalten, als gemeinnütziger Verein auch 1 Prozent der Lohn- und Gewerbesteuer überschrieben zu bekommen. Die Gerichte sind sehr zurückhaltend mit diesen Genehmigungen und fordern ein extrem aufwändiges Antragsverfahren

-    unser Projekt MOPSIK hat das Ziel, daß möglichst viele Vereine sich zusammenschließen und gemeinsam Spenden sammeln, damit es uns möglich ist, einen Operationsanhänger für unseren Tierarzt zu erstehen, der es dann wiederum ermöglicht, daß weit mehr Tiere kastriert werden können, deren Besitzer, meist Bauern oder alte Menschen, sonst niemals eine Kastration in der Tierarztpraxis anstreben würden.

-     die EU schreibt Projekte aus, deren Antragstellung viel Zeit und Energieaufwand bedeutet, der sich aber lohnt, weil dort Gelder ausgeschüttet werden, die uns dann am Ende wieder Kastrationen ermöglichen würden

-   auch die Heranführung von Kindern und Jugendlichen an den Tierschutz und an positiven Umgang mit Tieren liegt uns am Herzen und für dieses Projekt setzt Justyna sich als Lehrerin besonders gerne ein

-  ebenfalls unerläßlich sind gute Kontakte zu den umliegenden Gemeinden, zu Behörden und Polizei, zu Banken und möglichen Sponsoren, wobei hier jeweils eine umfassende Vorbereitung auf die Treffen nötig ist, denn ein professionelles Auftreten ist erwiesenermaßen ein guter Türöffner und unser freitägliches Treffen mit unserem Gemeindebürgermeister zeigte mir, daß nicht nur ich von Justynas Hintergrundwissen beeindruckt war. Die für die bevorstehenden Kastrationen erfolgte Kostenzusage verdanken wir eindeutig Justynas Vorarbeit und der mittlerweile erlangten Vertrauenswürdigkeit unserer Stiftung.

16.2.

Noch eine Bitte habe ich:

Justynas uraltes Auto hat sich nun endgültig verabschiedet und sie braucht dringend ein neues. Gibt es jemanden, der ihr sein zwar altes, aber zuverlässiges Auto zur Verfügung stellen könnte oder aber jemanden kennt, der seines verkaufen will? Der Haken ist, daß Justyna nicht mehr als 1000 Euro bezahlen kann und auch diese schon über einen privaten Kredit besorgen muß. Umso bewundernswerter ist es für mich, daß sich eine so junge Frau trotz eigener finanzieller Eingeschränktheit mit solch einer Kraft gegen das Leid von Tieren einsetzt. Es wäre wunderbar, wenn ihr jemand helfen könnte, bald ein Auto zu finden.

Heute schaffe ich es zeitlich nicht mehr, aber in den nächsten Tagen werde ich hier noch gesondert auflisten, wofür sich Justyna im Rahmen unseres Kastrationsprojektes und unserer Stiftung konkret einsetzt und in diesem Zusammenhang das Projekt Mopsik auch noch genauer erklären.

15.2.

...und tauen auch wieder auf ;-)

Dieser Kälteschock scheint erstmal überstanden und wir sind alle gesund und gestärkt aus ihm hervorgegangen. Keiner kränkelt, alle gucken munter und die ganze Bande rennt freudig durch den Schnee auf dem Feld. Na gut, wir geben es zu, so manch einer stakst, aber dennoch optimistisch, durchs Leben. Der Frühling kann kommen.

Ich habe eine große Bitte an alle, die eventuell dazu bereit dazu wären, Justyna in ihrer schier unermüdlichen Arbeit zu unterstützen.

Sie leistet nunmehr seit gut anderthalb Jahren dermaßen viel Organsisationsarbeit für unsere polnische Stiftung, sodaß sie neben ihren wöchentlich zwischen ca. 35 und 45 eingesetzten Stunden auch noch Telefon- und Spritkosten aufbringen muß. Heute waren wir in Sachen Kastration mal wieder zu einem der Gemeindebürgermeister unterwegs und Justyna war auf derart professionelle Weise vorbereitet und informiert, daß ich nicht umhin konnte, ihren Einsatz zu bewundern und anzuerkennen.

 Mir war vorher schon lange bewußt, daß ihr Einsatz immens ist, aber der volle Umfang war mir nicht bekannt. Das Problem ist, daß Justyna mit ihrem Sprachunterricht nur sehr wenig verdient und dringend auf zusätzlichen Verdienst angewiesen ist. Würde sie nun aber eine zusätzliche Arbeit annehmen, würde sie unser Kastrationsprojekt mit allem was dazugehört nur noch mit halber Kraft weiterführen können.

Ihr Einsatz wird aber weiterhin sehr gebraucht, denn nun läuft es gerade erst so richtig gut an, daß wir als Projekt "Mopsik" für den Operationsanhänger für  Daniel, unseren Tierarzt sammeln können, uns als mittlerweile recht gut bekannte Stiftung als vertrauenswürdig erwiesen haben und Gemeinden und andere Organisationen eine Zusammenarbeit mit uns schätzen. Alles bleibt an Justyna hängen, ich kann ihr kaum helfen, denn zum einen bin ich mit meinem Rudel und der Hoforganisation durchaus gut ausgelastet, zum anderen reichen meine Sprachkenntnisse bei weitem nicht aus, mich durch die vielen bürokratischen Bestimmungen durchzuarbeiten,  und so muß Justyna diese dröge und freudlose Arbeit völlig alleine bewältigen.

Nun zu meiner Bitte. Gibt es unter den Menschen, die unsere Arbeit unterstützen bzw. für unterstützenswert halten, einige, die bereit wären, Justyna ein wenig dabei finanziell "unter die Arme zu greifen", damit sie sowohl eine Anerkennung psychischer Natur erfährt und daraus ein bißchen Kraft ziehen kann, denn auch das würde ihr gut tun, aber eben auch eine Entlastung ihrer finanziellen Situation spürbar wäre.

6.2.

W I R  E R F R I E R E N !! (25 Grad Minus)

und damit das nicht wirklich passiert, ersetzten wir unsere kaputte Heizung durch Lauftätigkeiten und marschieren halbstündig von Ofen zu Ofen und geben ihnen reichlich Zunder.

Mora habe ich eben an  die Leine genommen und ins Haus geführt. Noch ist sie im hundefreien Bereich und wird dort zur Eingewöhnung mit Pansen verwöhnt. Gleich nehme ich sie mit an der Leine mit zum Feldspaziergang und danach mache ich mal den Versuch, sie hier bei uns im Zimmer zu lassen. Mal sehen...

Mora macht es uns allen nicht leicht, sie an unserem Luxus und Gemeinschaftsleben teilhaben zu lassen. Sie zickt so sehr bei den anderen Hunden, daß keiner von ihnen sie mag und so kann ich sie nicht aus meiner Sichtweite lassen, aus Angst, daß sie gebissen werden könnte. Aber draußen erfrieren soll sie mir auch nicht, hoffen wir also das Beste, vielleicht ist sie ja auch einfach mal nur friedlich.

2.2.

So, nun erstmal Entwarnung geben - so schnell wie der Virus aufgetaucht ist, scheint er auch wieder verschwunden zu sein. Es war trotz aller Umfragen auch nicht möglich, herauszufinden, von wo er überall sein Unwesen trieb oder von wo er kam, in Polen scheint er nicht aktiv gewesen zu sein. An dieser Stelle danke ich allen herzlich, die sich mit mir um Aufklärung bemüht haben.

Es herrscht Eiseskälte in Rokitno (ich weiß, nicht nur hier), heute habe ich deshalb heute die ganze Bande in der Küche abgespeist, denn in der Futterkammer im ehemaligen Pferdestall frieren die Finger beinahe an den Aluschüseln fest.

Auch im Haus ist es nicht so schön warm, wie ich es gerne hätte, denn es ist nicht möglich die Haustür geschlossen zu halten. Trotz regelmäßiger Spaziergänge würden viele der Hunde bei Bedarf im Zimmer ihre Geschäfte erledigen, das läßt sich bei Hunden, die ihr langes Leben lang nur draußen lebten innerhalb eines großen Rudels nicht umerziehen, dafür braucht es dann doch einen überschaubaren Haushalt, was die Hundemenge betrifft. So bollern wir also mit Heizumg und Kaminöfen gegen die Kälte an, der von Ulla genähte Vorhang vor der Hoftür tut seiniges dazu, damit es erträglich bleibt. Was mich tröstet, ist, daß es nicht allzu lange dauern wird, dann wird es auch wieder wärmer werden.

Eine weitere große Bitte. Justynas sehr sehr altes Auto hat sich in der vorletzten Woche endgültig verabschiedet und nun teilen wir uns zur Zeit meinen Bus, denn ein neues altes Auto kann sie sich zur Zeit nicht leisten. Hat eventuell jemand die Absicht, sein zuverlässiges Auto zu verkaufen oder kennt jemanden, die das plant? Gibt es jemanden, der Justyna ein älteres Auto günstig zur Verfügung stellen könnte? Nur könnte sie leider mehr als ca 1000 Euro gar nicht aufbringen und auch die nur über einen privaten Kredit.

20.1.

Information an alle Hundebesitzer:
In einigen Foren wird zur Zeit sehr davor gewarnt, daß ein Parvovirosevirus Typ D, der absolut gefährlich, oft tödlich ist, grassiert. Bitte informiert euch alle. Der Virus soll aus Polen kommen, allerdings weiß ich nicht, ob dem tatsächlich so ist.

11.1.

  Nun war es doch soweit und der alte Becks mußte eingeschläfert werden. Die Verkalkung seiner Wirbelsäule machte ihm das Laufen beinahe unmöglich und sein Gesamtzustand war so schwach, daß es besser für ihn war. Wie auch Aurora hat Becks ein biblisches Alter erreicht, aber auch der Langlebigste ist irgendwann am Ende seines Lebens angekommen. Becks war ein feiner Kerl, nicht besonders verschmust, aber immer da, immer bereit, mit aufs Feld zu kommen. Mach's gut, alter Bursche!

3.1.

- Spendenbescheinigungen (siehe http://www.freunde-von-vierpfoten.de/28.html )

2.1.2012

Das alte Jahr ist um, es lebe das neue Jahr! Allen, ganz besonders denen, die es im letzten Jahr so schwer hatten, ein gutes, gesundes, unbeschwertes Jahr 2012.
Bei uns in Rokitno fing es gut an, bei Carmina Burana und Festbeleuchtung kam kaum etwas von den äußeren Einflüssen an uns heran und um halb Eins war der Spuk vorbei.

Was ich nie uns nimmer geglaubt hätte, ist eingetreten. Der alte Becks, gemeinsam mit Aurora im Sommer 2009 als Greis zu uns gekommen und mehrmals so hinfällig, daß ich ihn schon erlösen lassen wollte, ist mit uns ins neue Jahr gekommen und ich bin mehr als gespannt, was er sich noch so alles einfallen läßt. Er wird fast nur noch von Tabletten zusammengehalten, aber läuft noch, naja, sagen wir, er stakst noch wacker mit uns übers Feld, frißt mit gutem Appetit, fordert seinen täglichen Kauknochen und kommt sogar noch ohne Hilfe die Treppe hoch. Möge er noch ein bißchen bei uns bleiben, solange er nicht leidet. Also Becks: Ein frohes neues Jahr auch und vor allem dir!